Implantate

 

In indizierten Fällen kann eineTeilprothese zuweilen noch durch Implantate vermieden werden, wobei viele Menschen sich ein zu einfaches Bild von einer Behandlung mit Implantaten machen.  Dies wird zum Teil auch durch reißerische Medienberichte gefördert.

Einerseits ist es schon so, daß die Zahnimplantation mittlerweile ein ausgereiftes Verfahren  mit guten Erfolgsaussichten darstellt (ca. 85% Verweildauer nach 10 Jahren , andererseits tröstet das natürlich nicht die Patienten , die trotz hoher Kosten zu den 15% gehören, bei denen die Implantate vorzeitig wieder entfernt werden müssen.

Um die Misserfolgsrate niedrig zu halten, muß der Implantologe vorab eine ehrliche Bestandsaufnahme machen, so u.a.:

1. Ist im Kiefer für eine Verankerung der Implantate genug Platz vorhanden ? 

2. Wie ist die Qualität (Dichte) des Knochens ?

Daß die eigenen Zähne aufgrund von Zahnlockerung verloren gingen ist übrigens kein Ausschlußgrund für Implantate.  Diese sind ganz anders als natürliche Zähne im Knochen verankert, so daß die Mechanismen der Parodontitis hier nicht das gleiche Umfeld vorfinden. Natürlich ist eine gute Mundhygiene bei Implantaten genauso wichtig wie bei eigenen Zähnen.   

Wer dagegen ein bisschen anpassungsfähig ist und keine psychologischen Vorbehalte gegen eine Teilprothese hat,  fährt mit konventioneller Prothetik meist auch sehr gut und das zu viel niedrigeren Kosten.

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