| Behandlungskonzept | |
| Einführung
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Für mich ist die Internet-Homepage
eine gute Gelegenheit, um all das ausführlicher darzulegen , was man während
der Behandlung im Gespräch mit den Patienten in der Kürze der Zeit höchstens
einmal anreißen kann. Ich will mich auf
solche Informationen beschränken, die einem interessierten
“Surfer” von Nutzen sein könnten. Die meisten Aussagen stammen
nicht aus zahnmedizinischen Lehrbüchern, sondern beruhen auf meinen
Beobachtungen und Erfahrungen und sind somit subjektiv.
Sicher wird nicht jeder Kollege
mir in allem zustimmen, und manches habe ich auch zum besseren
Verständnis für Laien vereinfacht. Zunächst stellt sich die
Frage, welches überhaupt die Ziele einer zahnärztlichen Behandlung
sein könnten: 1. Wenig bohren, um den Patienten
nicht weh zu tun? 2. Beschwerdefreiheit anstreben? 3. Die Patientenzufriedenheit maximieren? 4. Die Zahngesundheit maximieren? Am liebsten würde man natürlich
alle Punkte gleichzeitig erfüllen.
Leider stehen diese Ziele aber teilweise im Konflikt zueinander. Punkt eins und zwei stehen oft im Widerspruch zu Punkt 4: Einerseits würde man, um Punkt eins und
zwei zu erfüllen, eine
Karies oder Parodontitis , so lange Beschwerdefreiheit vorliegt,
überhaupt nicht oder aber nur halbherzig behandeln. Andererseits ist es
leider so, daß nach einer Behandlung im Sinne von Punkt vier
(beispielsweise wenn man eine Karies gründlich ausbohrt) vorübergehend
Zahnschmerzen auftreten können. Punkt 3 klingt sehr gut, man würde
aber dann vielleicht eher wie unter Punkt 1 und 2 beschrieben behandeln als wie
unter Punkt 4. Aus zahnärztlicher Sicht müsste
eigentlich das Maximieren der Zahngesundheit oberstes Ziel sein. Aber
jeder Zahnarzt weiß, daß ihm nicht jeder Patient dahin folgen wird,
denn optimale Zahngesundheit anstreben bedeutet bei mittlerer bis
schlechter Ausgangssituation viele Sitzungen, Schmerzen während und
nach den Behandlungen und teilweise hohe Kosten. Für jeden Patienten individuell die für
ihn persönlich gewünschte optimale Mischung der oben genannten
Behandlungsziele herauszufinden, bleibt eine unserer anspruchsvollsten
Aufgaben. Es ist darüber hinaus ja nicht so,
daß jeder Mensch den
gleichen Nutzen von einer (umfangreichen) Zahnbehandlung hat. Der Nutzen einer Zahnbehandlung im
Sinne einer nachhaltig besseren Zahngesundheit hängt von der Qualität
der Zähne und dem Lebensalter ab (diese beiden Faktoren spielen übrigens
auch bei der Therapiewahl eine Rolle, aber dazu später). |
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Qualität der Zähne
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Einerseits ist es offensichtlich, daß
jemand , der von Natur aus ein sehr gutes
Gebiß hat, auch entsprechend seltener einen Zahnarzt aufsuchen müsste
als jemand mit schlechten Zähnen.
Paradoxerweise kommen die Leute mit den guten Dabei ist es äußerst sinnvoll,
Zahnschäden schon im Frühstadium zu sanieren: das Endergebnis ist (bei
niedrigeren Kosten) besser, und auch die Schmerzbilanz ist günstiger.
Es wäre schön, wenn diese Homepage dazu beitragen könnte, dieses Mißverhältnis
ein klein wenig zu korrigieren. Andererseits haben Menschen mit extrem
schlechten Zähnen ebenfalls nur einen begrenzten Nutzen von einer zahnärztlichen
Behandlung. So ist es leider verständlich, wenn manche aus
diesem Personenkreis resignieren und nur dann vorstellig
werden, wenn wieder einmal ein Zahn weh tut, der dann gezogen
werden muß. Darüber hinaus gibt es einen weiteren,
kleinen Personenkreis (ca. < 5%) mit auf den ersten Blick gar nicht
so schlechten Zähnen, die generell Zahnbehandlungen schlecht vertragen.
Es kommt selbst bei relativ kleinen Eingriffen zu pulpitischen
Beschwerden mit starken Zahnschmerzen, die dann weitere
Behandlungsmaßnahmen nach sich ziehen. Den größten Nutzen einer Zahnbehandlung
haben zweifellos diejenigen mit den qualitativ mittleren Gebissen, bei
denen zwar Zahnschäden vorhanden sind, die Probleme aber mit geringem bis
mittlerem Aufwand behoben werden können und Komplikationen, die
zuweilen als Folge der Behandlung enstehen, nicht zu erwarten sind. Aber zurück zum zweiten
wichtigen Faktor bei der Frage zum Nutzen einer Zahnbehandlung im Sinne
einer nachhaltigen besseren Zahngesundheit. Um dies zu verstehen, muß man
wissen, daß Zahnprobleme in Häufigkeit und Intensität je nach
Lebensalter variieren. |
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| Lebensalter und Zahnerkrankungen | |
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Die Problematik der beiden großen
Zahnerkrankungen Karies und Parodontitis
(Volksmund: Parodontose) stellt sich in Abhängigkeit zum
Lebensalter wie folgt dar: Karies (Zahnfäule): Ein frisch durchgebrochener Zahn ist noch
wenig mineralisiert, weich und sehr anfällig für Karies. Im Laufe der
Jahre reift er und wird resistenter. Im mittleren Lebensalter ist die
Kariesaktivität meist gering, sie kann aber im hohen Lebensalter
plötzlich wieder aufflammen. Parodontitis (Zahnbetterkrankung): Etwa
ein Drittel bis die Hälfte der Bevölkerung sind in unserem
Kulturkreis von dieser Erkrankung des Zahnhalteapparats deutlich
betroffen. Die ersten Anzeichen kann man dann meist schon bei jungen
Erwachsenen beobachten, richtig manifestiert sich diese Erkrankung aber
erst nach dem 30. Lebensjahr und wird ohne Gegenmaßnahmen mit
zunehmenden Lebensalter immer schlimmer. Infolgedessen sind die
Erfordernisse einer
Zahnbehandlung je nach Alterstufe unterschiedlich: |
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