Zahnseide
wird viel zu wenig benutzt, obwohl sie
sehr nützlich ist. Karies, Parodontitis und auch Mundgeruch enstehen
hauptsächlich dort, wo die meisten Bakterien sind: in den Zahnzwischenräumen.
Es ist klar, daß eine Zahnbürste da
nicht hinkommt. Die Zahnseide ist für die Zahnzwischenräume das beste
Hilfsmittel. Zwar gibt es auch Zahnzwischenraumbürstchen, Holzstäbchen u.ä. ,
aber die sollte man nur dann einsetzen, wenn die Zahnzwischenräume durch
Zahnfleischrückgang bereits stark vergrößert sind.
Was die Technik des Fädelns anbelangt,
braucht man sich nicht verrückt zu machen: einfach in den Zahnzwischenraum (die
Zahnseide um die Mittelfinger wickeln, mit Daumen und Zeigefinger fassen und
immer rechtwinklig zur Zahnreihe
Die Wirkung
der Zahnseide muß man sich vereinfacht etwa so vorstellen:
In den einzelnen Zahnzwischenräumen
befindet sich jeweils eine Bakterienkolonie. Man hat in Versuchen festgestellt,
daß die Bakterienkolonie innerhalb
von etwa 3 Tagen immer weiter wächst. Danach
bleibt die Menge an Bakterien konstant, weil etwa gleich viele sterben wie neue
dazukommen.
Sobald man mit der Zahnseide in die
Zahnzwischenräume eindringt, fallen die gewachsenen Bakterienkolonien in sich
zusammen. Dann fängt das Ganze
wieder von vorne an und erst nach 3 Tagen ist wieder der alte Zustand erreicht
mit einem Höchstmaß an schädigender Wirkung einschließlich dem “schlechten
Atem”.
Dies bedeutet, daß selbst wenn jemand
nicht ganz so fleißig ist und nur alle 2-3 Tage fädelt, dieser auch schon eine
Menge für seine Zahngesundheit tut.